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Tätigkeit

Binnenschiffer führen und steuern hauptsächlich motorgetriebene Schiffe auf Binnengewässern, transportieren Güter und befördern Fahrgäste. Im Hafen laden und löschen sie Güter oder nehmen Passagiere an Bord. Sie steuern das Schiff vom Steuerhaus aus, arbeiten auf Deck oder im Maschinenraum, betreuen ihre Fahrgäste oder überwachen ihre Fracht.




Zugang

In der Regel wird für den Zugang zur Tätigkeit eine abgeschlossene, dreijährige Berufsausbildung als Binnenschiffer gefordert. Diese Ausbildung wurde 2005 modernisiert und in der Ausbildungsverordnung neu geregelt. Mitunter kommen noch entsprechende Befähigungszeugnisse oder Patente hinzu, damit Binnenschiffer ihre Schiffe selbstständig führen dürfen.

Ausbildungsschwerpunkte
    • Transportprozesse unter rechtlichen und ökonomischen Gesichtspunkten vorbereiten
    • Bordsysteme warten und bedienen
    • Güter transportieren und Personen befördern
    • auf Wasserstraßen navigieren
    • hydraulische, pneumatische und elektrische Anlagen bedienen und warten
    • neue Mitarbeiter/innen über Aufbau und Organisation von Schifffahrtsbetrieben informieren
    • Leben und Zusammenarbeit an Bord planen und organisieren
    • den Einsatz von Binnenschiffen planen
    • Antriebs- und Vortriebsanlagen bedienen und warten
    • Verhalten von Binnenschiffen im Fahrbetrieb und am Liegeplatz beurteilen
    • optische und akustische Signale beim Fahren und Stillliegen anwenden
    • Hilfsmaschinenanlagen einsetzen und warten
    • Schiffskörper und Ausrüstungsgegenstände warten und instand halten
    • Binnenschiffe be- und entladen
    • Maßnahmen bei Störungen im Regelbetrieb einleiten und durchführen
    • Maßnahmen bei Havarien einleiten und durchführen


Aufgaben

Auf dem Fluss zu Hause
Binnenschiffer sind oft wochenlang auf Flüssen und Kanälen in ganz Europa unterwegs, sind aber auch auf grö0eren Seen zuhause. Dabei ist das beherrschen der Fahrwasserzeichen und sonstigen Signale der Schifffahrt eine Selbstverständlichkeit. Sie tragen eine große Verantwortung sowohl für die Menschen an Bord als auch für die Fracht und das Schiff selbst. Durch die langen Zeiten an Bord können die Kontakte an Land in Mitleidenschaft geraten. Dennoch wird ein hohes Maß an sozialer Kompetenz vorrausgesetzt, da sich Binnenschiffer den geringen Platz an Bord oft mit anderen Kollegen teilen müssen und dieses Zusammenleben auf engstem Raum ein hohes Maß an Organisation verlangt. Nur wenn sie eine Anstellung auf Fähren oder in Häfen haben, können Binnenschiffer regelmäßig den Feierabend an Land verbringen.

Moderne Technik
Moderne Binnenschiffe können Außmaße von über hundert Metern Länge und vielen tausend Tonnen an Gewicht erreichen und haben dabei nur noch eine durchschnittliche Besatzung von drei Personen. Dies wird nur durch modernste Technik ermöglicht. Angefangen von der hydraulischen Ankerwinde über Radar und Autopilot bis hin zu Internet als Informationsquelle muss ein Binnenschiffer das gesamte Spektrum der Technik an Bord sicher beherrschen. Dennoch bleibt auch heute noch viel Handarbeit für die Binnenschiffer übrig. Sei es das einfache Reinigen des Decks oder das Streichen von der Witterung ausgesetzten Schiffsteilen, ein Binnenschiffer muss immer auch ein Handwerker sein. Dabei sollte er eine gewisse körperliche Konstitution mitbringen, denn die Arbeitsbedingungen reichen von der kalten, nassen Zugluft an Deck bis hin zum heißen, stickigen Maschinenraum.

Schwere Fracht oder gemütlicher Ausflug
Da die meisten Binnenschiffer im Gütertransport tätig sind, ist eine solide Planung nötig. Aufenthaltszeiten im Hafen sollten so kurz wie möglich gehalten werden, während gleichzeitig mitunter hohe Sicherheitsstandards gewahrt bleiben müssen, wenn zum Beispiel giftige Chemikalien transportiert werden. Auch der korrekte Umgang mit entsprechender Ladung fällt dabei in ihren Aufgabenbereich. Binnenschiffer arbeiten allerdings auch in der Personenschifffahrt, beispielsweise auf Fähren oder Ausflugsschiffen. Dort sind sie neben ihren anderen Aufgaben für die Betreuung der Fahrgäste zuständig. Sie geben Auskunft über den Fahrplan, kontrollieren Fahrscheine und kassieren Gebühren. Jeden Tag haben sie mit anderen Menschen zu tun - eine ganz andere Situation als die isolierte Bordgemeinschaft eines Frachtschiffes!


Perspektiven

Neben diversen Spezialisierungsmöglichkeiten innerhalb der Binnenschifffahrt, zum Beispiel als Fährschiffer, Schiffsführer oder Steuermann, stehen Binnenschiffern auch Optionen als Ewerfuehrer oder Hafenschiffer offen. Bei einem Wunsch nach einem stationäreren Einsatzgebiet, bietet sich unter anderem eine Anstellung als Fachkraft für Hafenlogistik oder als Schleusenwaerter an. Weiterführende Karrierewege könnten zum Beispiel bei entsprechender Hochschulzugangsberechtigung ein Studium als Ingenieur mit Schifffahrtsspezialisierung beinhalten.


Rückblick

Die Entwicklung in der Binnenschifffahrt
Bis 1840 war der wichtigste Verkehrsträger für den Transport größerer Gütermengen der Schiffstransport. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert entstanden im Zusammenhang mit der zunehmenden Industrialisierung sowohl künstliche Wasserstraßen wie auch große Binnenhafenanlagen, um den Bedarf der Industrie an Rohstoffen sicherzustellen und die Märkte mit den produzierten Gütern zu versorgen. Bereits durch die Dampfschifffahrt hatte sich die Arbeitsweise und Lebenswelt der Schiffer/innen gewandelt, eine weitere Veränderung stand mit der Einführung der Motorkraftschiffe an. Ab 1945 wurden dann Container-, Tank- und andere Schiffe für den Transport von Massengütern und Mineralöl entwickelt. Technische Neuerungen, der Einsatz von Bordcomputern, das Zusammenwachsen Europas und viele andere Faktoren machten für Binnenschiffer/innen ein modernes Berufsprofil erforderlich.

Anpassung an die heutigen Gegebenheiten
Das Berufsbild für den Ausbildungsberuf Binnenschiffer/in ist erstmals 1940 anerkannt worden. Im Jahr 2005 trat die Ausbildungsordnung zum Binnenschiffer bzw. zur Binnenschifferin in Kraft. Entsprechend den neuen Gegebenheiten werden nun bei der Ausbildung weniger handwerkliche Fähigkeiten vermittelt. Stattdessen liegen die Schwerpunkte mehr auf moderner Technologie. Neu hinzugekommen sind die Gebiete Information, Kommunikation und Logistik. Auch die Ausbildungsinhalte Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutz sowie Kundenorientierung und qualitätssichernde Maßnahmen sind dem modernen Standard entsprechend aufgenommen worden. Die Ausbildungsinhalte reichen von Nautik über Schiffsbetriebstechnik bis hin zur Maschinen- und Motorentechnik.
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